SENDETERMIN So., 02.02.25 | 23:05 Uhr | Das Erste

ttt – titel, thesen, temperamente

Österreich und die FPÖ: Was droht der Kulturszene?:

Seit Jahren warnen Künstler*innen in Österreich vor einer FPÖ-geführten Regierung, jetzt wird es wahrscheinlich so kommen, dass Herbert Kickl der nächste Bundeskanzler wird. In einem offenen Brief haben 150 Kulturschaffende ein Ende der Koalitionsverhandlungen mit der FPÖ gefordert, sie befürchten einen radikalen Kurswechsel. Die Schriftstellerin Raphaela Edelbauer schreibt in einem Beitrag, für die Kulturszene deute sich der denkbar schlimmste Albtraum an. "ttt" spricht mit ihr, mit dem Austropop-Sänger Voodoo Jürgens (David Öllerer) und Regisseur Kay Voges, dem künstlerischen Direktor des Volkstheaters Wien, über die drohende Gefahr für die Kultur in Österreich.

Schutz vor Antisemitismus oder Einschränkung der Wissenschaftsfreiheit? Eine neue Resolution des Bundestags:

Es soll ein wichtiges Zeichen gegen Antisemitismus sein: Der Deutsche Bundestag hat Ende Januar eine Resolution verabschiedet mit dem langen Titel: „Antisemitismus und Israelfeindlichkeit an Schulen und Hochschulen entschlossen entgegentreten sowie den freien Diskursraum sichern“. Über das Ziel herrscht noch weitgehend Einigkeit, aber gegen die Resolution gibt es heftige Kritik aus Kreisen der Hochschulen: Es wird befürchtet, dass diese Maßnahme die Wissenschaftsfreiheit und die Hochschulautonomie einschränken könnte. Außerdem gibt es juristische Einwände. "ttt" spricht u. a. mit Walter Rosenthal, dem Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz, und mit der Philosophin Maria-Sibylla Lotter, Professorin in Bochum.

Angelina Jolie als Opernlegende: Spielfilm über Maria Callas:

1977: „La Divina“, die „göttliche Callas“ ist tot. Gestorben mit nur 53 Jahren, offiziell an einem Herzinfarkt. Der Kinofilm „Maria“ erzählt von den letzten Tagen vor dem rätselhaften Tod der Opernlegende: Die Callas lebt zurückgezogen in ihrem Pariser Luxusapartment, singt nur noch für ihre beiden Hausangestellten und ihre Pudel. Angelina Jolie spielt eine deprimierte Diva, die tablettensüchtig ist und halluziniert. In ihrer Fantasie erzählt sie einem jungen Fernsehreporter von ihrer schillernden Vergangenheit als Bühnenstar und Jetset-Diva. Für den chilenischen Regisseur Pablo Larraín ein Kunstgriff, um Triumphe, Skandale und die Affäre mit dem reichsten Mann ihrer Zeit, Aristoteles Onassis, in Schwarz-Weiß-Rückblicken Revue passieren zu lassen. Ein beeindruckender Film über das tragische Ende der „göttlichen Callas“.

Liebe, Kinder, Trennung? Ein Dokumentarfilm über die Entwicklung von vier Paaren:

Man verliebt sich, ist im besten Fall auf Wolke sieben zu Hause, aus Verliebtheit wird Liebe, man bekommt Kinder. Und dann? Hält die Liebe? Auch noch in fünf, sieben oder sogar 20 Jahren? Bleibt man zusammen? In guten wie in schlechten Zeiten? Oder scheitert man? Trennt sich schließlich? Der Dokumentarfilm „Wie die Liebe geht" (Kinostart: 14. Februar 2025) hat vier Paare über sieben Jahre lang begleitet und zeigt eindrucksvoll, wie unterschiedlich eben die Liebe gehen kann. "ttt" spricht mit den beiden Regisseurinnen.

Farbenfroh und faszinierend: der „Pixelwald Wisera“ der Künstlerin Pipilotti Rist in Bremen:

Die Künstlerin Pipilotti Rist (Jahrgang 1962) wollte schon als 19-Jährige Räume machen „mit bewegtem Licht, Filmen und Musik, wo die Menschen aus- und eintreten können“. In der Kunsthalle Bremen hat sie jetzt ein begehbares Videobild geschaffen, den ersten Pixelwald in Deutschland, eine immersive Rauminstallation aus 3000 von der Decke hängenden LED-Lichtern. "ttt" hat die Schweizer Künstlerin kurz vor der Eröffnung von „Pixelwald Wisera“ (ab 6. Februar) in Bremen getroffen und stellt sie und ihre fröhlich-anarchische Kunst vor.

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So., 02.02.25 | 23:05 Uhr
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Produktion

Norddeutscher Rundfunk
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